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Olivia Wenzel liest aus »1000 Serpentinen Angst« – altonale

Eine junge Frau besucht ein Theaterstück über die Wende und ist die einzige schwarze Zuschauerin im Publikum. Mit ihrem Freund sitzt sie an einem Badesee in Brandenburg und sieht vier Neonazis kommen. In New York erlebt sie zum ersten Mal, dass sie eine unter vielen ist und fragt sich: »Habe ich mit den Menschen in New York mehr gemeinsam als mit denen im Thüringer Wald?«
Die Berliner Autorin Olivia Wenzel erzählt die Geschichte einer jungen schwarzen Frau, die in Ostdeutschland aufwächst und täglich Rassismus ausgesetzt ist. Die Geschichte ist eine sehr persönliche, es gibt viele Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Mit Humor und einer bestechenden Beobachtungsgabe schreibt Olivia Wenzel über Herkunft und Verlust, über Lebensfreude und Einsamkeit und über die Rollen, die einem von der Gesellschaft zugewiesen werden.
Olivia Wenzel, 1985 in Weimar geboren, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Uni Hildesheim, schreibt Theatertexte und Prosa. Wenzels Stücke wurden an den Münchner Kammerspielen, am Hamburger Thalia Theater, am Deutschen Theater Berlin aufgeführt. Olivia Wenzel lebt in Berlin.
Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik in Hamburg und den USA. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Werke von James Baldwin, Samuel Selvon, Richard Price, Ta-Nehisi Coates, David Vann und Eimear McBride. 2020 wurde sie mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis ausgezeichnet. Miriam Mandelkow lebt in Hamburg.
In Kooperation mit der Buchhandlung Christiansen und der Christianskirche.
Ort: Altonaer Museum, Galionsfigurensaal
Zeit: 12. September / 19:30 Uhr
Künstler: Olivia Wenzel, Moderation: Miriam Mandelkow
Hinweis: Reservierung erforderlich!