Wer vor 2016 öfter am Bahnhof Altona war, kennt den Namen: Tropical Point, das kleine afrikanische Restaurant am Paul-Nevermann-Platz, gleich links vom Ausgang Große Bergstraße. Jahrelang gab es dort Jollof-Reis, Erdnusssuppe und Kochbananen. Vor allem das Mittagsbuffet für 5,90 Euro war in Altona bekannt und beliebt: günstig, gut und in einer herzlichen Atmosphäre, in der man sich eher wie zu Besuch fühlte als im Restaurant. Dann war Schluss, ein Burrito-Laden zog ein, und der Name verschwand aus dem Viertel.
Seit Freitag, 23. Oktober, ist er wieder da. Tropical Point hat in der Großen Bergstraße 142 neu eröffnet, ein paar hundert Meter vom alten Standort entfernt. Grün-gelb-rote Luftballons am Eingang, die bekannte Schrift über dem Fenster, drinnen Stoffe in Kente-Mustern. „Nach zehn Jahren endlich wieder da“, schreibt das Team auf Instagram. Der Beitrag hatte nach einem Tag über 2.500 Likes. So viele Leute haben den Laden offenbar vermisst.
Die Geschichte dahinter
Eröffnet hatte Tropical Point im März 2008. Joyce Bestelmeyer aus Ghana hatte ihr Essen davor vier Jahre lang auf Märkten und Straßenfesten verkauft, beim Ottenser Weihnachtsmarkt und bei der Altonale, bevor sie den Laden am Bahnhof aufmachte. Jetzt führt ihre Tochter Patricia Bestelmeyer das Restaurant. „Vor zehn Jahren hat meine Mama ihren Laden schließen müssen, mit Tränen“, sagt sie am Eröffnungsabend. „Wir sind einfach Gott so dankbar.“
Was es gibt
Auf der Karte finden sich Klassiker der westafrikanischen Küche: Jollof-Reis mit Kochbanane und Bohnen, Rindfleisch in Erdnusssoße, Yam in Spinatsoße, Chicken Stew mit Reis, ein bunter Teller mit allem. Dazu Fufu, der Klassiker aus Ghana, zu dem man die Soßen bestellt. À la carte kosten die Gerichte zwischen 7 und 13 Euro. Montags bis samstags gibt es außerdem von 11 bis 16 Uhr ein Mittagsbuffet, so viel man mag: vegetarisch für 11 Euro, mit Fleisch für 13 Euro.

Geöffnet ist montags bis samstags von 11 bis 21 Uhr, sonntags von 15 bis 21 Uhr.