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SUMMARY:Der Boxer
DESCRIPTION:Im Warschau der 30er Jahre kämpft der jüdische Boxer Jakub Shapiro mit der Kraft und Geschicklichkeit seines Körpers darum\, dem Elend seiner Herkunft zu entkommen. Er arbeitet für den Paten Jan Kaplica\, der über Warschau herrscht wie Al Capone über Chicago. Der Großganove kontrolliert die Bordelle\, treibt Schutzgeld ein und genießt das Leben in dicken Autos und dunklen Bars. Shapiro begleitet Kaplica und erledigt für dessen Imperium die Drecksarbeit. Bald werden die mafiösen Geschäfte und das süße Leben überschattet vom Kampf gegen die polnischen Nationalisten\, die in der Stadt die Macht übernehmen wollen. „Der Boxer“ zeichnet ein eindringliches Bild der Stadt Warschau – kurz bevor die deutsche Wehrmacht einmarschiert. \nDie junge\, mehrfach ausgezeichnete polnische Regisseurin Ewelina Marciniak bringt den Roman von Szczepan Twardoch\, Star der polnischen Gegenwartsliteratur\, auf die Bühne. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht der drei Frauen\, die Shapiros Leben teilen\, allen voran seine Geliebte Ryfka\, eine Bordellbesitzerin. Man kann „Der Boxer“ als Warnung lesen vor dem wachsenden Nationalismus in Polen und Europa heute. Aber auch als Ballade Noire über das Böse\, das jeden in dieser Geschichte infiziert: Nationalisten\, Kommunisten\, Juden\, Boxer\, Gangster\, Politiker und auch jene Angehörige der Mittelklasse\, die sich durch die Deportation ihrer jüdischen Nachbarn bereichern. Wenn Gewalt so attraktiv ist\, dass sie uns betört\, so Marciniak\, können wir sie dann bekämpfen\, über sie schreiben\, ein Stück über sie anschauen – und von ihrer Verführung verschont bleiben? \nDer Boxer\nvon Szczepan Twardoch \nBühnenfassung Jarek Murawski / Aus dem Polnischen von Olaf Kühl \nRegie Ewelina Marciniak \nTickets \nDauer 2h\, keine Pause \nURAUFFÜHRUNG 14. SEPTEMBER 2019\, THALIA GAUSS \nFoto: Krafft Angerer
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SUMMARY:Dancer in the Dark
DESCRIPTION:Selma sieht kaum mehr etwas\, doch das darf keiner wissen. Tag und Nacht arbeitet die tschechische Einwanderin in einer Metallfabrik in der amerikanischen Provinz. Sie spart jeden Cent für die Operation ihres Sohnes\, denn der Zwölfjährige hat die Augenkrankheit seiner Mutter geerbt. Da bleibt kaum Zeit für den gutmütigen Mechaniker Jeff\, der sich um sie bemüht. Und die Kollegin und Freundin Kathy hat große Mühe\, Selmas gefährlichste Fehler bei der Arbeit am Metallofen zu verhindern. Trotz schwerer Sorgen und der unermüdlichen Aufopferung für ihren Sohn\, hat Selma eine große Leidenschaft: die heile Welt der amerikanischen Musicals\, in die sie sich hineinträumt\, wenn das Leben unerträglich zu werden droht. Als ihr hart erspartes Geld gestohlen wird\, prallen Realität und Traumwelt aufeinander. Selma wird zur Mörderin. \nÜber die Figur der Selma sagt der Regisseur Bastian Kraft: „In Zeiten des radikalen Egoismus erscheint sie mir wie eine Botschafterin der Selbstlosigkeit. Ihre bedingungslose Hingabe verstört und berührt mich zutiefst. Dabei ist ihre Fähigkeit\, die harte Realität ab und zu in Poesie zu verwandeln\, viel mehr als bloße Weltflucht. Es ist die Erschaffung einer neuen Welt und damit ein Akt purer Kreativität.“ \nDancer in the Dark von Patrick Ellsworth nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier in der Übersetzung von Henning Bochert. \n  \nREGIE\nBastian Kraft\nBÜHNE\nPeter Baur\nKOSTÜME\nInga Timm\nDRAMATURGIE \nChristina Bellingen\nMUSIK\nFabian Ristau\nVIDEO\nJonas Link\nMIT\nSandra Flubacher (Linda / Brenda)\nLisa Hagmeister (Selma)\nOliver Mallison (Bill)\nPaul Schröder (Jeff\, Live-Musik)\nVictoria Trauttmansdorff (Kathy)\nSOWIE David Hofner / Rasmus Meyer-Loos (Gene)\nWEITERE ROLLEN Ensemble\n\nLIVE-KAMERA Malwine Mangold-Volk \nFoto: Krafft Angerer
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SUMMARY:Sechs Koffer
DESCRIPTION:Irgendjemand musste den Großvater Schmil denunziert haben. Warum sonst hätte man ihn im Frühjahr 1960 am Flughafen in Moskau mit ein paar hundert Dollar als Devisenschmuggler verhaftet? Schmil war auf dem Weg nach Prag und wollte seinem Sohn Sjoma und Schwiegertochter Rada ein neues Auto kaufen. Der Anlass war die Geburt von Enkel Maxim. Drei Monate später wird der Großvater hingerichtet. Wer hatte ihn verraten? Könnte es jemand aus der Verwandtschaft gewesen sein? Es gibt Gerüchte und Verdächtigungen\, denen Maxim im Laufe der Jahre nachgeht. War es Onkel Dima\, der einige Jahre im Gefängnis verbrachte? Oder Tante Natalia\, die Onkel Dima mit geheimen Akten erpresst hat? Oder sogar der eigene Vater\, der einmal mit Natalia zusammen war? Und was ist mit dem reichen Onkel Lev\, der als erster in den Westen floh und mit dem seit Jahren niemand mehr in der Familie spricht? Der Erzähler Maxim öffnet Kapitel für Kapitel ein familiäres Schuldgepäck\, verteilt auf sechs Koffer. Es gibt einiges aus unterschiedlichen Perspektiven zu besichtigen und es bleibt die Frage\, wem kann man vertrauen in Zeiten großer Zerrissenheit? \n  \n„Sechs Koffer“ erzählt von einer Familie\, die es von Ost nach West verschlägt und die ihr dunkles Geheimnis durch die Zeiten trägt. Maxim Biller war zehn\, als er mit seiner Familie Prag verließ: „Wir sind 1970 nach Hamburg gekommen und lebten im Kreise von jüdischen und osteuropäischen Emigranten. Man besuchte sich fast jeden Tag\, natürlich unangemeldet\, und ich habe alle möglichen Biografen kennengelernt. Und damit alle möglichen\, auch schuldhaften Verstrickungen\, wobei die meisten Menschen eher schwach als böse sind. Oder böse sind\, weil sie schwach sind.“ \n  \nRegisseurin Elsa-Sophie Jach\, die den Roman für die Bühne adaptiert\, wurde mit ihrer ersten Thalia-Inszenierung „dritte republik“ gemeinsam mit Autor Thomas Köck zum Festival Radikal Jung 2019 eingeladen. \n  \nREGIE\nElsa-Sophie Jach\nBÜHNE\nMarlene Lockemann\nKOSTÜME\nAleksandra Pavlović\nDRAMATURGIE \nMatthias Günther\nMUSIK\nMax Kühn\nVIDEO\nLeonie Kellein\nMIT\nMarie Jung\nBekim Latifi\nTim Porath\nLisa Florentine Schmalz\nPaul Schröder\nMarie Rosa Tietjen\n\nFoto:\n\nStudio Fabian Hammerl \n\n 
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